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Gerüst- und Fassadenbau

Einmal rund um die Arena - ein Gerüst auf 'Wanderschaft'
8.12.2003
Eine weitere Besonderheit im Bau der Allianz Arena ist der Gerüstbau zur Herstellung der Fassade. Denn die Fassade wird nicht komplett verkleidet, sondern das Gerüst „wandert“ von Bauteil zu Bauteil. Der erste Verhub wurde schon getätigt.

Der Gerüstbauer zur Verkleidung der Stadionfassade der Allianz Arena musste ganze Arbeit leisten. In eine aufwendigen, dafür aber kostengünstigen Aktion, wurde das gesamte Gerüst im Bauteil 1 der Südtribüne geteilt und jeweils eine Hälfte mit fünf Gerüstmodulen nach rechts bzw. links versetzt. Bis August nächsten Jahres wird das aufwendige Gerüstgebilde kreisförmig um die Arena gewandert sein und sich in der Nordkurve wieder treffen.

Die erste Verhubaktion stellte dabei sich als die erwartete Nagelprobe heraus. Da der mobile 300 Tonnen schwere und 20 Meter hohe Teleskopkran mit einem Ausleger von 70 Metern wegen des „störenden“ Umgangs in der Kurve nicht an die Gerüstteile gelangte, musste die „Riesenraupe“ aus dem Innenraum heraus Hilfestellung leisten und die Module von jeweils drei Tonnen Gewicht zunächst acht Meter nach außen heben. Aus 83 Metern Entfernung konnte dann der mobile Kran das Gerüst entsprechend in den nächsten Bauteil versetzen.

Mit der Versetzung des Gerüstes war dann bis auf noch ausstehende Malarbeiten die Fassade im Bauteil 1 fertiggestellt. Fünf verschiedene Firmen arbeiteten etwas länger als eine Woche mit großen logistischem Aufwand Hand in Hand an der 900 Quadratmeter großen Fläche. Unter anderem mussten die Kaskadentreppen vom Stahlbau verkleidet, die Fensterelemente und der Sonnenschutz installiert und die Rohrleitungen für die Belüftung der Außenhaut verlegt werden.


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