Statusbericht vom 14. Juli 2003
Rohbau wächst rasend schnell in die Höhe
13.7.2003
Ebene für Ebene nimmt die Allianz Arena Gestalt an. In allen Bauteilen wird sukzessive geschalt, bewehrt und betoniert, wobei die Südtribüne derzeit etwas Vorrang genießt. Dort sind die Arbeiten schon so weit fortgeschritten, dass bereits Anfang September mit der Dachkonstruktion begonnen werden kann.
Im Bereich der Südkurve lassen sich bereits sehr schön die Ränge der Arena erkennen. In diesem ersten Bauteil, wo man Mitte Juli bereits mit den Arbeiten in Ebene 6 beginnen will, werden in kürze schon im Mittelrang die Tribünenfertigteile versetzt. Pro Monat werden ca. 250 Stück dieser vorgefertigten Teile von einem Baukran auf die Betonbalken gesetzt und befestigt. Auch der Oberrang soll sobald als möglich damit ausgestattet werden.
Südkurve:
Der so genannte Bauteil 1 der Baustelle hat mit dem Abschluss der Deckenarbeiten der fünften Ebene den Oberrang erreicht. Dieser soll Ende August fertig sein, um mit den Stahlbauarbeiten am Dach beginnen zu können. Dazu müssen aber nach Abschluss der Betonagearbeiten auf die obersten Tribünenbalken die Druckauflager montiert werden, die das aufwendige Stahldach einmal halten sollen. Parallel wird an der Schulterkonstruktion, der Grundkonstruktion der Kissenfassade, gearbeitet.
Nordkurve:
Die spätere Tribüne der Fans von 1860 München setzt schon jetzt den Gegenpunkt zur Südkurve. In den Bauteilen 4, 5 und 6 beginnen gerade die Arbeiten auf Ebene 1, nachdem 5.000 Quadratmeter Decken hergestellt wurden. Auffällig an diesem Punkt der Baustelle ist eine Lücke in der Ebene E0. Dies ist die Hauptzufahrt für die Zulieferer der Baustelle sowie für die Betonmischfahrzeuge. Ab September werden auf diesem Weg auch die Tieflader mit den Stahlbauteilen der Dachkonstruktion ins Innere der Arena gelangen.
Ost- und Westkurve:
In den Bauteilen 2 und 8 – sprich rechts und links des ersten Teils – liegt man mit den Arbeiten noch 1,5 Stockwerke tiefer. Aktuell wird auf Ebene 4 gearbeitet.
In Bauteil 3 der Westtribüne laufen die Arbeiten noch auf Ebene 2. Nach dem Setzen der Schleuderbetonstützen und dem Herstellen der bis zu 1,20 Meter dicken Stützen, werden die Unterzüge eingeschalt, bewehrt und betoniert. Nach dem Bewehren und Betonieren der Elementdecken, ist dieses Stockwerk abgeschlossen und die Arbeiten auf Ebene 3 können in etwa 10 Tagen beginnen. Dort ist man in Bauteil 7 direkt gegenüber bereits angekommen, so dass auch die ersten Tribünenfertigteile in diesem Bereich bereits versetzt werden konnten.
Umgang und Katakomben:
Auf der „Baustelle in der Baustelle“ (alleine 20.000 Quadratmeter Deckenflächen) - dem Umgang, gehen die Arbeiten ebenfalls zügig voran. Dagegen wartet man in den späteren Umkleidekabinen auf den Startschuss für den technischen Ausbau – Abwasserleitungen sowie Leerrohre für die Stromversorgung sind bereits vorbereitet. Dazu müssen jedoch auf dem Unterrang alle Tribünenteile versetzt sein, damit kein Wasser ins Innere eindringen kann.
Esplanade, das Parkhaus der Allianz Arena:
Im Bereich der Esplande direkt im Anschluss an die Südtribüne ist man in Parkhaus 1 (von später einmal vier) mit den Arbeiten in Ebene 2 beschäftigt. Dort haben die inzwischen knapp 100 Bauarbeiter schon die Hälfte der späteren Bauhöhe von zwölf Metern erreicht. Im zweiten Parkhaus werden Mitte nächster Woche 60 % der Arbeiten auf Ebene 0 abgeschlossen sein, so dass in etwa zwei Wochen mit der Fundamentlegung im dritten Parkhaus begonnen werden kann.
Im Gegensatz zum Stadionbau, der auf reiner Skelettbauweise (Stützen plus Unterzüge) basiert, ist die Esplanade eine sogenannte Beckentischbaustelle. Das heißt, die 560 Meter langen und 136 Meter breiten Parkhäuser besitzen keine Unterzüge und nur zwei Fugen. Bemerkenswert ist: Von den insgesamt 270.000 Quadratmetern Deckenfläche wurden in etwas über drei Monaten bereits 10 % erstellt.