Intendant Stückl inszeniert WM-Eröffnung
Zwei spektakuläre Eröffnungsfeiern hat die Allianz Arena schon bei ihrer Einweihung Ende Mai erlebt, eine weitere folgt im nächsten Jahr: Die historische Eröffnung der 18. Fußball-Weltmeisterschaft unmittelbar vor dem Anpfiff des Auftaktspiels in München am 9. Juni 2006.
28.09.2005
Zwei spektakuläre Eröffnungsfeiern hat die Allianz Arena schon bei ihrer Einweihung Ende Mai erlebt, eine weitere folgt im nächsten Jahr: Die historische Eröffnung der 18. Fußball-Weltmeisterschaft unmittelbar vor dem Anpfiff des Auftaktspiels in München am 9. Juni 2006. Und nun ist auch bekannt geworden, wer für dieses Event in leitender Funktion zuständig sein und die 20-minütige Show mit 2.000 Mitwirkenden inszenieren wird.
Die Feier wird unter der Leitung von Christian Stückl stehen, dem Intendanten des Münchner Volkstheaters und Leiter der weltberühmten Oberammergauer Passionsspiele. Im Mai habe ihn WM-Kulturchef André Heller gebeten, die Feier vor dem Eröffnungsspiel im Münchner WM-Stadion zu inszenieren, sagte Stückl. „Da bin ich erst einmal erschrocken, weil ich mit Fußball gar nix am Hut habe.“
Doch nach mehreren Gesprächen auch mit der sportlichen Leitung der Fußball-WM war die Verpflichtung des Kettenrauchers („Ich bin der unsportlichste Mensch“) perfekt. Der 43 Jahre alte Stückl gilt als versierter Theatermacher mit großer Experimentierfreude. Schon 1990 war der Sohn eines Gastwirtes in seinem oberbayerischen Heimatort Leiter der nur alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele, die er gegen den Widerstand konservativer Kreise behutsamerneuerte.
Seine Oberammergauer Erfahrung mit Massenszenen dürfte vor allem für die Wahl Stückls als Regisseur der WM-Eröffnungsfeier ausschlaggebend gewesen sein. Einzelheiten über die Inszenierung vor dem Eröffnungsspiel wollte der gelernte Holzbildhauer noch nicht mitteilen. Zunächst müssten Choreografen sowie Kostüm- und Bühnenbildner gefunden werden. „Und ich muss mich mit dem Rasen-Kompetenzteam auseinander setzen.“ Eines weiß der Regisseur aber jetzt bereits: „Das wird ein Haufen Arbeit.“