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Die technischen Ausstatter der Allianz Arena

Unternehmen, ohne die in der Allianz Arena nichts funktionieren würde

Unter anderem sorgt das Münchener Unternehmen btd für einen reibungslosen technischen Ablauf in der Allianz Arena und Cisco Systems für die weltweite Kommunikation im Festnetzsektor.
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BTD Telekommunikation

Die Allianz Arena ist in jeder Hinsicht eine Arena der Superlative: zukunftsweisende Architektur kombiniert mit innovativster Technologie. Für die Konzeption und die punktgenaue Planung und Projektierung der IT-Lösungen war die Münchener Firma BTD Telekommunikation GmbH verantwortlich. Nach intensiven Planungen und einer heißen Bauphase konnte die Installation der Technik nun abgeschlossen werden.

Zur Entwicklung eines schlüssigen IT-Gesamtkonzepts für das Münchener Vorzeigeprojekt Fröttmaninger Stadion wurde im März 2003 ein Team rund um BTD-Geschäftsführer Stefan Leibhard eingesetzt. Der Auftrag kam von der Geschäftsführung der Allianz Arena München Stadion GmbH und sollte im Rahmen eines Beratervertrages ausgeführt werden. Die Maßgabe war, den hohen Anforderungen nicht nur im Hinblick auf die Nutzung durch die beiden Vereine FC Bayern München und TSV 1860, sondern auch auf die bevorstehende Weltmeisterschaft 2006 gerecht zu werden. Dazu waren zukunftssichere Modelle für die Themen Netzwerk, TK und Mobilfunk auf einem aktuellen, internationalen Niveau gefragt. Von den Park-, Zutritts- und Bezahlsystemen über das Infor-mationssystem und die Einbindung der IP Telefonanlage bis hin zu einer ganzheitlichen Sicherheitsbetrachtung – BTD Telekommunikation hat die Herausforderung angenommen und souverän gelöst.

Mittelpunkt der Planungen war von Anfang an ein Hochleistungsrechenzentrum, das auf die verschiedensten Bedürfnisse ausgelegt sein sollte. Bundesliga-, Championsleague- und Pokalspiele, daneben die Vorgaben der FIFA und des WM-Organisationskomitees: Um stets einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde ein hochredundantes und damit hochverfügbares Serversystem konzipiert. Durch das zusätzliche Vorhandensein funktional vergleichbarer Ressourcen, die im Normalbetrieb nicht benötigt werden, ist man in der Allianz Arena auch für Ausnahmesituationen bestens gerüstet. Mit 6.000 Ports entspricht das installierte Netzwerk dem neuesten Stand der Technik. „Wir haben mit der Stadiontechnologie und insbesondere der IT in der Allianz Arena eine Vorreiter-Rolle für Europa geschaffen“, ist Stefan Leibhard überzeugt.

Eine technische Besonderheit ist das bargeldlose Bezahlsystem mittels Chipkarte, der so genannten „ArenaCard“. Sie wird als neues Zahlungsmittel innerhalb des Stadions eingeführt und kann jederzeit an über 200 Kassen und Aufwert-Stationen aufgeladen werden. Das macht die Karte so bequem: Sie kann an allen Verkaufsständen - außer im Fanshop und im à la Carte Restaurant - sowie unter bestimmten Bedingungen auch zum Parken eingesetzt werden. Lästiges Geldzählen entfällt, der Gegenwert der Ware wird ganz einfach von der Karte abgebucht. Inhaber einer Jahreskarte für die Allianz Arena können automatisch über die Funktionen der „ArenaCard“ verfügen, da diese auf der Chip-Jahreskarte integriert sind. Für sie gibt es auch kein langes Schlangestehen mehr vor dem Stadion, sie gehen direkt durch die Drehkreuzbereiche. Wer nur eine Tageskarte kauft, benötigt die „ArenaCard“ zusätzlich, da das Eintrittsticket weiterhin meist in Papierform ausgegeben wird. Dafür kann die neue Stadion-Card, die der EC-Karte ähnelt, aber auch bei sonstigen Besuchen des Stadions als Payment-Karte genutzt werden. BTD Telekommunikation hatte auch hier die Projektleitung über die Einführung der Kassensysteme und der Chiptechnik.

Der Zutritt zum neuen Fröttmaninger Stadion erfolgt nicht über die klassischen Drehsperren, sondern wurde in vielen Punkten optimaler gestaltet. Die über 120 Zugänge sind einerseits mit einem elektronischen Barcodeleser für die Tagestickets ausgerüstet, verfügen darüber hinaus aber auch über eine berührungslose Chipkarten-Technik, ähnlich der eines Skilifts. So muss der Fußball-Fan seine Eintrittskarte nicht mehr extra herausholen, um die Drehkreuze zu passieren. Der gesamte Einlass läuft schneller und effektiver.

Ein hochkomplexes, webbasiertes Informationssystem ist nötig für die perfekte multimediale Umsetzung des Spielgeschehens. Für die Entwicklung dieses Systems, welches über ein nahezu flächendeckendes WLAN-Netz zugänglich ist, ist der in der Firmengruppe integrierte Online-Dienstleister orange digital (od) zuständig. Wenn es darum geht, wichtige Größen zu messen und zu erfassen, sie sofort darzustellen und daraus Real-Time-Statistiken zu generieren – es geschieht auf der Grundlage der von od geplanten Strukturen.

Mit ihrer Hilfe erfolgen Stadiondurchsagen, sind Daten via Laptop für einen autorisierten Personenkreis abrufbar, wird Voice over IP Telefonie möglich oder sind die verschiedensten Abläufe im Stadion zu steuern. Das Ziel war es, wichtige Zielgruppen schnell, einfach und umfassend zu informieren, um zeitnah Maßnahmen ergreifen und reagieren zu können.

Zu der Kooperation gehört auch das Konzept der Stadionregie, die von BTD Telekommunikation erarbeitet wurde. Egal, ob es die Video-Wände sind, auf denen die Fans den exakten Spielverlauf in Details verfolgen können, oder das stadioneigene Fan-TV – die Gäste der Allianz Arena dürfen sich auf gestochen scharfe Bilder freuen. Erzeugt mit neuester Technik, die das Spiel erst zum besonderen Sinnen-Erlebnis macht.

Für das reibungslose Funktionieren des künftigen IT-Betriebs im Stadion wurde ein Exklusiv-Vertrag mit BTD Telekommunikation bis zum Jahr 2010 geschlossen. Während dieser Zeit wird der Münchener Spezialist für Telekommunikation die Wartung der Anlagen übernehmen. An Spieltagen werden bis zu 12 Mitarbeiter im Projektbüro in der Arena mit den IT-Abläufen befasst sein.
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Der Netzwerkspezialist Cisco Systems, Inc.

Cisco Systems, Inc. mit Hauptsitz in San Jose (USA) ist mit 24,8 Milliarden US-Dollar Umsatz (30. Juli 2005) weltweit führender Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet. Die deutsche Niederlassung Cisco Systems GmbH hat ihren Sitz in Hallbergmoos bei München und Büros in Eschborn bei Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. Cisco bietet Unternehmen eine breite Palette an Lösungen für das Management ihres Geschäfts. Sie reicht von den Kernbereichen Routing und Switching bis zu neuen Technologien wie Heimvernetzung, optische Netzwerktechniken, Storage Networking, IP-Telefonie, Netzwerksicherheit und Wireless Local Area Networks (WLAN).

Die Allianz Arena repräsentiert dank einer integrierten, drahtgebundenen und drahtlosen LAN-Infrastruktur von Cisco Systems eine neue Art von Sporttreffpunkt des 21. Jahrhunderts. Sie bietet vollautomatische Gebäudezugangs- und Kontrollsysteme, elektronische Bezahlsysteme an allen Verkaufsständen sowie drahtlose Hotspots im gesamten Stadion.

Die hochautomatisierte, bargeldlose Umgebung der Allianz Arena stellt an die Netzwerk- und Kommunikationsinfrastruktur spezielle Anforderungen. Wireless LAN mit Vollabdeckung wurde gewünscht und eine zusammengeführte IP-Infrastruktur sollte von einer einzigen Quelle aus die erforderlichen Integrationsniveaus bieten, bei gleichzeitiger Kostenkontrolle und zentralisierter Verwaltung. Schließlich war eine Netzwerk-Verfügbarkeit von 99,99 Prozent eine entscheidende Anforderung, da das neue Stadion ohne die IT-Systeme nicht mehr funktionsfähig sein würde.

Die gewählte End-to-End-Architektur basiert auf der Cisco Unified Wireless Network-Lösung. Diese kombiniert die besten Elemente eines drahtlosen sowie verdrahteten Netzwerkbetriebs. Damit können drahtlose LANs das gleiche Sicherheitsniveau, die gleiche Verfügbarkeit, Verwaltung sowie sonstige Dienste bieten wie verdrahtete LANs. Etwa 100 Cisco Aironet 1200 Series Access Points haben es der Allianz Arena ermöglicht, schnelle, sichere und zuverlässige drahtlose LANs zur Verwendung durch Mitarbeiter, Medien, VIPs und sonstige Benutzergruppen aufzubauen. Eine Cisco Wireless LAN Solution Engine (WLSE) bietet eine zentralisierte, effiziente und kostengünstige Verwaltung der drahtlosen Infrastruktur.

Das Zugangskontrollsystem verwendet Radio Frequency Identification (RFID) und Smartcards. Damit wird geprüft, dass auch alle Personen ein gültiges Ticket gekauft haben und ob sie sich am richtigen Eingangstor befinden. „Unter dem Aspekt der Sicherheit ist es wichtig, dass wir jederzeit wissen, wie viele Leute sich im Stadion befinden. Dank der neuen Zugangskontrolltechnik kann niemand unbemerkt ins Stadion gelangen,“ sagt Alexander Pieper, Vertriebsleiter, Allianz Arena München Stadion GmbH. „Da das System in Echtzeit arbeitet, können wir den Personenfluss effektiver in und um das Stadion verteilen. Das verbessert die Sicherheit und den Komfort der Besucher sowie Kunden entscheidend.”

Jegliche Zahlungen an Verkaufsständen, Autoparkplätzen und sonstigen Einrichtungen erfolgen in der Allianz Arena elektronisch. „Dies ist für die Besucher des Stadions wesentlich schneller und komfortabler. Zudem ist elektronische Bezahlung auch sicherer und bietet den Betreibern wertvolle Informationen zur demographischen Zusammensetzung der Besucher sowie ihren Kaufgewohnheiten“, erklärt Pieper. Mit den gewonnenen Daten lassen sich zukünftige Dienste besser planen und Standards zusätzlich verbessern.

Alle Dienste lassen sich von jeder beliebigen Stelle im Stadion sowie von weiter entfernten Punkten steuern. Beispielsweise kann jetzt ein Platzwart alle relevanten Informationen über den Zustand des Spielfeldes von Zuhause aus abfragen und die nötigen Anpassungen vor einem Spiel wesentlich schneller vornehmen. Gleichzeitig bietet ein separates virtuelles LAN innerhalb der gleichen Infrastruktur öffentlichen Zugriff für Medien, Sponsoren und VIPs. Diese für die Medien unentbehrliche Einrichtung hat sich auch unter Geschäftsleuten, VIPs und sonstigen Benutzern als sehr beliebt erwiesen. Denn sie können ihre Laptops im Stadium verwenden und so auch während des Spiels mit ihren Büros in Kontakt bleiben.

Obwohl harte Anforderungen an die Infrastruktur gestellt wurden, hat alles von Anfang an fehlerlos funktioniert. Die Betreiber der Allianz Arena beabsichtigen, die Skalierbarkeit des Netzwerks und die Integration auf Systemniveau zu nutzen. Damit wollen sie kostengünstig zusätzliche Dienste ergänzen wie Online-Vorführungen oder die Bereitstellung weiterer Informationen zum Spiel für die Gäste der Sponsoren und VIPs.